Über das Schutzgebiet

Jotunheimen bietet eine breite Palette an Erlebnissen – von üppig grünen Bergtälern mit Seen zum Angeln bis hin zu kargem Hochgebirge mit Gletschern und hohen Gipfeln. Das Utladalen ist ein Landschaftsschutzgebiet mit wärmeliebenden Laubwäldern und hohen Wasserfällen. Der tiefe, schmale Talverlauf ist von hohen Bergen umgeben, darunter die majestätischen Gipfel des Hurrungane-Massivs im Westen.
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Nasjonalparkstyret for Jotunheimen og Utladalen
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Stetind, Person auf dem Berg.

Hohe Gipfel und fruchtbare Täler

Im Nationalpark erwarten Sie hohe Gipfel, grüne Bergtäler und Bergseen, wo Sie Ihr Anglerglück versuchen können. Darunter ist für viele Besucher ist der smaragdgrüne Gjende der schönste, und jedes Jahr kommen viele Wanderer hierher, um die berühmt-berüchtigte Tour über den Besseggen zu wagen.

Viele alpine Pflanzen haben in Jotunheimen ihren skandinavischen Höhenrekord, und in den steilen Berghängen nisten zahlreiche Raubvögel. In der Landschaft finden sich Spuren einer älteren Jagdkultur wie Fanggruben und Reste von Hütten. Auch Weidewirtschaft und Almbetrieb haben im heutigen Nationalpark weit zurückreichende Traditionen.

Informationskarte über Jotunheimen und Utladalen downloaden

Blumen und Berge in Jotunheimen

Nationalpark Jotunheimen

Inspiriert von der wilden Landschaft und der nordischen Mythologie gab im Jahr 1862 der Dichter Aasmund Olavsson Vinje diesem Gebirge den Namen „Jøtunheimen“. Bis heute zeugen Sagen und Volksmärchen davon, wie sehr die wilde, atemberaubende Natur in Jotunheimen reizvoll und erschreckend zugleich gewesen sein muss. Die „Jøtnene“ sind Trolle, die hier zu Hause sind. Sie vertragen kein Tageslicht, und wenn sie die Sonne erblicken, zerspringen sie und werden zu Stein.

Jøtunheimen wurde später zu Jotunheimen, und so heißt dieses mächtige Gebirge mit den höchsten Bergen Nordeuropas und dem bekanntesten Nationalpark des Landes noch heute.

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Jotunheimen liegt an der Schnittstelle zwischen dem östlichen, mehr von abgerundeten Formen geprägten, und dem dramatischeren, wilderen westlichen Berglandschaftstyp und ist von einzigartigen, charakteristischen Ökosystemen und Biotopen in einer weitgehend unberührten Natur geprägt. Durch rücksichtsvolles Verhalten können wir verhindern, dass diese Natur Schaden nimmt.

Der Jotunheimen-Nationalpark wurde 1980 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von rund 1151 km2. Er schützt eine ursprüngliche und einzigartige, reizvolle und weitgehend unberührte Berglandschaft mit ihren geologischen Besonderheiten, ihrer Tier- und Pflanzenwelt und ihrem kulturellen Erbe. Im Westen liegt das Landschaftsschutzgebiet Utladalen (314 km2) als fruchtbare, grüne Oase zwischen hohen Berggipfeln und Gletschern.

Schneebedeckte Berggipfel in Jotunheimen

Landschaftsschutzgebiet Utladalen

Das Landschaftsschutzgebiet Utladalen wurde 1980 gleichzeitig mit dem Jotunheimen- Nationalpark eingerichtet.

Das Tal bildet eine Oase zwischen den kargen, schroffen Berggipfeln, und in den tiefen, V-förmigen Einschnitt des engen Haupttals münden in der Höhe U-förmige Hängetäler ein. Der wilde Fluss Utla entspringt an den Gletschern in Jotunheimen. Auf ihrem Weg durch das Tal nimmt die Utla Zuflüsse über Wasserfälle von den Hängetälern zu beiden Seiten des Tals auf. Die höchsten Gipfel des Landschaftsschutzgebietes, der Stølsnostind und der Falketind, erheben sich bis zu 2100 m ü. NN.

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Der urwaldartige Kiefernwald auf der Hochebene Vettismorki ist besonders schützenswert. Von der Vettismorki stürzt der Wasserfall Vettisfossen 275 Meter in senkrechtem Fall ins Utladalen.

Im unteren Talbereich des Utladalen wachsen Edellaubwälder, in denen mächtige, uralte Ulmen auffallen. Hier finden Sie eine fruchtbare Kulturlandschaft, die durch landwirtschaftliche Nutzung entstanden ist. Laubfuttergewinnung durch Schneitelung, Heuanbau mit traditioneller Maht sowie Weide- und Almbetrieb haben die Landschaft über lange Zeit geformt. Die unmittelbare Nähe von kargem Hochgebirge und fruchtbaren Tälern resultiert in einer großen Spannweite in der Tier- und Pflanzenwelt.

Menschen, die in den Bergen wandern

Landschaft

Der in der kaledonischen Auffaltung entstandene Skandinavische Gebirgsrücken erstreckt sich in nord-südlicher Richtung durch ganz Norwegen. Ein Teil dessen bildet die „Jotundekket“, ein Schild präkambrischer Tiefengesteine, der in Teilen der Region Sogn und in Jotunheimen an die Oberfläche tritt.

Jotunheimen ist Nordeuropas höchstes Gebirge. Der Galdhøpiggen hat eine Höhe von 2469 m ü. NN, und der Glittertinden, mit seiner Eiskappe auf dem Gipfel, ist nur wenige Meter niedriger. Die zerklüftetsten und spitzesten Berggipfel Jotunheimens befinden sich im Hurrungane-Massiv. Der „König“ unter ihnen ist der Store Skagastølstind, der mit seinen 2403 m ü. NN der dritthöchste Berg Norwegens ist.

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Der größte Gletscher Jotunheimens ist der etwa 15 km2 große Smørstabbreen. Die Bewegungen der Gletscher sind u. a. für Geologen und Klimaforscher hochinteressant. Der Boden am Fuße der Berge und um die Gletscher besteht aus lockereren und nährstoffreicheren Gesteinsarten. Die großen Höhenunterschiede, die Vielfalt der Bodenbeschaffenheit und das Klima bilden die Grundlage für eine reichhaltige Vegetation.

Im Nationalpark gibt es mehrere große Seen, von denen der Gjende der größte ist. Durch den stetigen Zufluss von „Gletschermilch“ (Gletscherabflusswasser, das Gesteinsmehl enthält) erhält der Gjende im Laufe des Sommers seine charakteristische, smaragdgrüne Färbung. Ganz in der Nähe, 400 m höher gelegen, befindet sich der tiefblaue See Bessvatnet. Die beiden Seen sind durch den schmalen Grat Besseggen verbunden, über den ein markierter Weg führt – eine der beliebtesten Attraktionen in den norwegischen Bergen. Der Bergkamm inspirierte den Dichter Henrik Ibsen zu dem waghalsigen Ritt über den „Gjendingrat“, den Peer Gynt auf dem Rücken eines Rentierbocks unternimmt.

Berge spiegeln sich im Wasser

Outdoorerlebnisse

Bereits seit dem 19 Jh. gehört Jotunheimen bei Bergwanderern zu den beliebtesten Gegenden des Landes. Heute ziehen sich etwa 300 km markierte Wanderwege durch Jotunheimen und das Utladalen, die zu Touren in verschiedensten Längen einladen. Im Winter durchqueren ab ca. Mitte Februar abgesteckte Skirouten das Gebirge. Viele Berggipfel eignen sich als Tourenziel, wobei manche nur durch Klettern erreicht werden können.

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Im und um den Nationalpark gibt es bewirtschaftete und unbewirtschaftete Berghütten, in denen Wanderer übernachten können. Obwohl Jotunheimen zweitweise recht gut besucht ist, können Gäste die Freiheit, Weite, Erhabenheit und Stille der Natur spüren – Outdoorerlebnis pur! Die zweite Sommerhälfte ist die Hochsaison zum Wandern

Das Gebirgsmassiv Hurrungane im äußersten Westen des Nationalparks ist ein Eldorado für Bergsteiger. Von leichteren bis äußerst schwierigen Kletterrouten ist hier alles zu finden. Die Tour auf den Store Skagastølstind ist körperlich anstrengend, lang und schwierig. Klettererfahrung, Sicherungsmittel und Seil sind unbedingt erforderlich.

Aufgrund von Spalten ist der Aufenthalt auf Gletschern immer mit Gefahren verbunden. Gletscher sollten deshalb nur mit der nötigen Ausrüstung und Kenntnis über die sichere Begehung und Spaltenrettung überquert werden. Wir empfehlen die Teilnahme an einer geführten Gletschertour im Nationalpark. Das Angebot reicht von einfacheren Wanderungen im Eis bis hin zu anspruchsvolleren alpinen Touren über Gletscher und Gipfel. Die bewirtschafteten Hütten und die Tourismusbüros vor Ort halten weitere Informationen zum Angebot solcher Touren bereit.

Die Seen und Flüsse Jotunheimens sind ideal zum Angeln auf Forellen, insbesondere die größeren Seen. Der Fischbestand ist zum Teil kultiviert. Jagen und Angeln im Nationalpark erfordern den Erwerb eines Jagd- bzw. Angelscheins.

Die Menschen laufen auf Gletschern

Tierwelt

Das Leben im Hochgebirge erfordert eine perfekte Anpassung an extreme Bedingungen. Nur wenige Arten schaffen es, den langen Wintern und eisigen Winden standzuhalten. Man sollte kaum glauben, dass ein Leben unter derart harschen Verhältnissen möglich ist, mit denen einzelne Pflanzen- und Vogelarten hier zurechtkommen.

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Rentier

Vögel

Im Nationalpark sind ungefähr 75 brütende Vogelarten erfasst. Jotunheimen bietet vor allem verschiedenen Raubvogelarten einen wichtigen Lebensraum. In den dichten Laubwäldern im Utladalen nisten zahlreiche Vogelarten der tieferen Lagen. Insgesamt wird die Zahl der Brutvogelarten im Schutzgebiet auf über 100 geschätzt.

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Raufußbussard, Vogel.

Insekten

Insekten machen einen großen Teil der Lebewesen im Gebirge aus. Für viele Tierarten in Jotunheimen sind Insekten als Futterquelle lebenswichtig.

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Helle Alpenbläuling

Bergflora

Die Pflanzenarten im Hochgebirge müssen mit einer sehr kurzen Vegetationsperiode zurechtkommen. Ungefähr die Hälfte des Areals des Nationalparks ist nahezu vegetationslos und besteht aus Gestein, Sediment, Eis und Schnee. Etwas weiter unterhalb der Gebirgskämme finden sich für das Hochgebirge typische Vegetationsbereiche wie Felsfluren, Schneetälchen und Schneekanten, alpine Matten und Zwergstrauchheiden.

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Blume in Jotunheimen.

Wildrene

Norwegen trägt eine internationale Verantwortung für den Schutz der Wildrene: Etwa 90 % aller wilden Tundrarene leben in Norwegen. Wie kaum eine andere Tierart sind sie an niedrige Temperaturen und karge Weidebedingungen angepasst. Das ganze Jahr über sind die Herden auf Wanderschaft zwischen Weide- und Kalbungsgebieten.

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Wildrene im Hurrungane

Rentierhaltung in Jotunheimen

Die Rentierzuchtgesellschaften in Lom und Vågå haben in ihren Winterherden nach der Herbstschlachtung ungefähr je 2400 Tiere. Mit den im Frühjahr geborenen Kälbern weiden somit im Sommer mehrere Tausend Tiere in Jotunheimen und Umgebung. Diese geringfügig domestizierten bzw. halbwilden Rene sind nicht besonders scheu und auf Bergwanderungen recht häufig zu erleben.

Wenn Sie unterwegs Renen begegnen, stören Sie die Tiere nicht unnötig. Denken Sie besonders an die Leinenpflicht für Hunde!

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Rentierhirten führen eine Rentierherde

Kulturlandschaft und Geschichte

In der Landschaft finden sich Spuren älterer Jagdkulturen wie Fallgruben und Reste von Hütten. Auch Weidewirtschaft und Almbetrieb haben seit Langem Tradition.

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Kühe weiden.

Verwaltung 

Die Nationalparkverwaltung Jotunheimens und des Landschaftsschutzgebiets Utladalen hat eine eigene Homepage. 

Fanggruben